Ein Artikulator ist ein mechanisches Gerät zur extraoralen (außerhalb des Mundes) Darstellung eines Patientengebisses anhand montierter Kiefermodelle aus Gips. Er ermöglicht, sowohl die Lagebeziehung des Oberkiefers zum Unterkiefer als auch die Unterkieferbewegung zu simulieren.
Die Modelle werden anhand einer Abformung aus Gips gefertigt und dann im Artikulator positioniert. Er ist vor allem für ZahntechnikerInnen das wichtigste Gerät bei der Herstellung von Zahnersatz, Aufbissschienen oder Ähnlichem.
Arcon-Artikulatoren und Non-Arcon-Artikulatoren – welche Arten von Artikulatoren gibt es?
Artikulatoren unterteilt man in drei Arten, abhängig davon, wie die Gelenksimulation erfolgt:
Arcon-Artikulatoren
Sie entsprechen in ihrem Aufbau dem menschlichen Kiefergelenk, das heißt, die Gelenkgrube ist oben und der Kopf des Unterkieferknochens/-gelenks unten.
Non-Arcon-Artikulatoren
Hier ist die Gelenkgrube entgegen dem natürlichen Vorbild unten und der Gelenkkopf oben angeordnet.
Unterschiede bei der Justierbarkeit von Artikulatoren
Weitere Unterschiede bei Artikulatoren gibt es hinsichtlich der Justierbarkeit, also wie sie eingestellt werden können.
Nicht einstellbare Artikulatoren: Sie werden auch Mittelwertartikulatoren genannt, weil sie in verschiedenen Winkeln oder Höhen auf einen Mittelwert eingestellt sind. Darüber hinaus können sie nicht verändert werden.
Teiljustierbare Artikulatoren: Diese können in einigen Bereichen individuell eingestellt werden, in anderen Bereichen sind hingegen Mittelwerte starr voreingestellt. Dazu gehören auch sogenannte Condylatoren, eine Mischform aus Arcon- und Non-Arcon-Artikulatoren.
Volljustierbare Artikulatoren: Wie der Name schon sagt, können sie in sämtlichen Bereichen individuell eingestellt werden. Eine zahntechnische Arbeit kann so exakt an die individuelle Situation beim Patienten angepasst werden.